Familienanaloge Wohngruppe Kleinworts Höh

Lage

Die "Familienanaloge Wohngruppe" Kleinworts Höh befindet sich seit Herbst 2005 im Stadtteil Lurup im Hamburger Westen.

Sie bewohnt eine „Hamburger Kaffeemühle“, so nennen die Hamburger diesen Haustyp, mit einem großen Garten, der verschiedene Flächen zum Toben (Fußballfeld und Trampolin) und zum gemütlichen Erholen bietet. Ein Grillplatz, zwei Terrassen und ein Gartenhaus laden im Sommer zum Aufenthalt im Garten ein.

Direkt neben dem Grundstück bietet der SV Lurup zahlreiche Sportmöglichkeiten, die Kirchengemeinde befindet sich in Sichtweite, sämtliche Schulformen und Kindergärten sind in fußläufiger Entfernung erreichbar. Mit zwei Grundschulen und zwei Stadtteilschulen wird sehr eng kooperiert. Die innewohnenden Betreuerinnen haben sowohl mit Regelbeschulung, als auch mit integrativer- (inklusiver) und Sonderschulbeschulung Erfahrung.

In der näheren Umgebung befindet sich der Altonaer Volkspark. Die Elbe ist mit dem Fahrrad in 15 Minuten zu erreichen. Vier Metrobuslinien, deren Haltestellen 5 Minuten vom Haus entfernt liegen, verbinden den Wohnort mit Altona Altstadt, Ottensen, der Hamburger Innenstadt, Lokstedt, Blankenese und Othmarschen.

Die innewohnenden Betreuerinnen besitzen ein Ferienhaus in Schweden in der Nähe von Växjö, das sie in allen Hamburger Schulferien gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen nutzen, die nicht zu ihren Eltern beurlaubt sind. Hier wird sehr naturnah gelebt, umgeben vom småländischen Wald, an einem See mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten wie Paddeln, Schwimmen, Tauchen und Angeln sowie langen Spaziergängen und Spielen in freier Natur.

 

Schule & Kindertagesstätten

Schulen jeglicher Art und Kindertagesstätten befinden sich unmittelbarer Nähe. Durch die gute infrastrukturelle Anbindung sind weiterführende Schulen schnell und einfach erreichbar.

 

Betreuungssetting

Die Kinder und Jugendlichen werden von zwei innewohnenden Betreuerinnen begleitet. Die Gruppenleiterin ist Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, in der ersten Ausbildung Bankkauffrau, hat Deutsch und Englisch studiert, eine Zusatzausbildung in Gestalttherapie absolviert und jahrelange Erfahrung in verschiedenen pädagogischen Handlungsfeldern gesammelt.

Ihre Partnerin hat Deutsch und Religion auf Lehramt studiert. Sie hat nach dem Studium mehr als 10 Jahre auf einem kleinen Selbstversorgerhof in Småland (Schweden) gelebt. Mit ihnen lebt ihr Sohn in der Gruppe.

Die innewohnenden Betreuerinnen werden von externen Kräften (derzeit Erziehern) unterstützt. Sie unterhalten über die fest in der Gruppe arbeitenden Menschen hinaus ein großes Netzwerk, in dem sich Fachkräfte aus vielen Bereichen zusammenfinden, die bei Bedarf für kürzere Interventionen hinzugezogen werden können.

Das Haus der Gruppe ist 1928 gebaut und im Jahr 2005 für die jetzige Nutzung als FaWo technisch und räumlich vollständig erneuert und umgebaut worden.

Im Erdgeschoss befinden sich drei Zimmer für fünf Kinder und Jugendliche sowie ein Dusch- und Wannenbad und eine Gästetoilette. Im ersten Stock liegt ein weiteres Zimmer für ein Kind oder einen Jugendlichen. Neben diesem Zimmer befinden sich die Küche, der Essraum, das gemeinsame Wohnzimmer und ein weiteres Duschbad in diesem Stockwerk.

Die Räume sind alle sehr hell und freundlich. Bei der farblichen Gestaltung haben die Kinder und Jugendlichen Mitspracherecht, daher geht es in dieser FaWo recht bunt zu.

Die innewohnenden Betreuerinnen bewohnen mit ihrem Sohn im zweiten Stock eine abgeschlossene Wohnung.

 

 

Lebensumfeld

Die Erziehung der Kinder und Jugendlichen ist von einem humanistischen Menschenbild geprägt. Die Kinder sollen Zugehörigkeit erfahren, sich als kompetent und mutig erleben und merken, dass es auf sie im Leben ankommt, sie bedeutsam sind. Neben Klarheit und Deutlichkeit sowie geregelten Strukturen ist vor allem das Arbeiten an und in der Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen eine wichtige Säule des täglichen Miteinanders. Mitbestimmung in Bereichen, die die Kinder überschauen können, ist als Garant von gelebter Partizipation unverzichtbar. So werden Alltagsbelange in regelmäßigen, wöchentlichen Gruppensitzungen besprochen. In den Ferien findet die Planung der Abläufe sogar täglich statt, damit möglichst viele Ideen Platz im Alltag finden und Spontanität Raum hat.

 

Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit an der schulischen Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Es wird das Ziel verfolgt, ihnen mit Hilfe gezielter Förderung die schulische Ausbildung zukommen zu lassen, die ihrer Begabung entspricht (und nicht ihrer sozialen Herkunft).

Darüber hinaus sind die Kinder und Jugendlichen ihrem Alter entsprechend für einzelne Bereiche im Haus alleine oder gemeinsam mit Betreuungspersonen verantwortlich, etwa für Einkauf, Haushaltswäsche, Zimmer- und Hausordnung, Müllentsorgung etc.

Neben gemeinsamen Ausflügen in die Umgebung, Museumsbesuchen, Theaterabenden und Musikerlebnissen gehören die gemeinsamen Reisen nach Schweden sowie kleinere Kurzfahrten über wenige Tage zu Freunden und Bekannten der Betreuenden zu den Erlebnissen, die die Kinder und Jugendlichen familienanaloges Zusammensein erleben lassen und die Gemeinschaft immer wieder neu beleben.